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Ein Großprojekt mit Eimer und Schaufel
Das von der Udo-Lindenberg-Stiftung unterstützte Waisenhaus-Projekt in Tansania nimmt konkrete Formen an.
Halle (WB).
Vor zwei Jahren haben wir noch keinen Gedanken daran verschwendet, jetzt entsteht dort eine Riesen-Anlage.
Frank Maser und Peter Schulte, die beiden Vorstandsmitglieder des Vereins »Good Hope Centre«, sind selbst noch beeindruckt, was mit den Spendengeldern aus Ostwestfalen am Fuß des Kilimandscharo in Tansania entsteht.
Die beiden Unternehmer aus Halle und Gütersloh sind gerade erst zurückgekehrt aus dem ostafrikanischen Land. Hier werden zurzeit mit Spendengeldern von vielen Privatleuten aus ganz Deutschland, mit Unterstützung von Promis wie Udo Lindenberg oder Peter Maffay und dank großzügiger Finanzierung durch ostwestfälische Firmen ein Waisenhaus und eine Schule gebaut.
»Mit Baggern und anderem schweren Gerät wären die Fundamente sicher längst gegossen«, berichtet Peter Schulte. Stattdessen wird es wohl noch neun Monate dauern, bis 15 Kilometer von der Großstadt Arusha entfernt Einweihung gefeiert werden kann.
Dafür aber haben 100 Menschen Arbeit gefunden. Mit Eimern tragen Frauen den Sand auf ihren Köpfen durch die Baustelle, die Männer errichten mit Schaufeln und bloßen Händen die Fundamente für die Gebäude, in denen künftig 80 Waisenkinder leben und insgesamt 250 Kinder unterrichtet werden sollen. Das wird dann wieder bis zu 30 neue Arbeitsplätze schaffen für Betreuer und Lehrer, es wird Trinkwasser über eine mehrere Kilometer lange Leitung ins benachbarte Dorf bringen und über Generatoren erstmals auch Strom.
Von dem Projekt profitiert die ganze Region,
ist Frank Maser überzeugt. Am meisten allerdings die Kinder, die demnächst hier zur Schule gehen werden. Gemeinsam mit der niederländischen Partner-Organisation »Vrienden van Tanzania« sollen die Waisen, aber auch Kinder aus der Umgebung eine optimale Schulbildung.
Die Schulsprache wird Englisch sein. Das eröffnet später beste Chancen für eine Berufsausbildung,
beschreibt Frank Maser die Ziele des Vereins. Eine zweite, weiterführende Schule ist bereits in Planung und soll ganz in der Nähe entstehen.
Notwendig ist dafür allerdings, dass der Spendenstrom nicht versiegt. Vorsitzender Peter Schulte will deshalb auch keine bisher eingegangenen Spendenbeträge nennen. »Das könnte sich so anhören, als hätten wir schon genug.« Vielmehr sind weitere Geldgeber gesucht, fünf Euro sind genauso willkommen wie 5000. Schließlich müssen auch die laufenden Kosten für Lehrer, Betreuer, Essen, Trinken und Unterkunft bestritten werden - etwa 15 000 Euro pro Monat. Das Spendenkonto: 685099 bei der Kreissparkasse Halle (BLZ 48051580).
Jeder Cent fließt direkt in unser Projekt,
versichert Peter Schulte. Vor Ort, da sind sich die beiden Vorstandsmitglieder sicher, kann ebenfalls nichts versickern. »Wir haben das große Glück, einen Geschäftsführer vor Ort zu haben, der unser Vertrauen genießt.« Walter de Nijs, von Beruf Agrarbau-Ingenieur, ist mit einer Tansanierin verheiratet, lebt seit 20 Jahren in dem Land und gehört ebenfalls zur niederländischen Partner-Organisation. »Ohne die wären wir noch längst nicht so weit«, sagt Peter Schulte. Man könne aus deren Erfahrungen der Vergangenheit lernen und sich zudem viele Kosten teilen. De Nijs und die einheimische Sozialarbeiterin Joyce Sagalla werden die Lehrer, die Waisenkinder und die Schulkinder aus der Umgebung auswählen - und deren Angaben und Herkunft auch überprüfen. Die Kinder aus den Dörfern müssen übrigens einen kleinen Obolus als Schulgeld entrichten - als Ansporn fürs Lernen.
Quelle: Westfalen-Blatt, 11. Dezember 2009
Text: Klaus-Peter Schilling
http://www.good-hope-centre.de
An-Stifter und Inspirator
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"Hermann Hesse war mit seiner Literatur des Eigensinns schon immer ein starker Inspirator und Impulsgeber für mich, für meine Texte und meine Musik. Bei meinem ersten Besuch in seiner Geburtsstadt Calw lag Magie in der Luft – und der geistige Grundstein für die Udo-Lindenberg-Stiftung wurde gelegt. Die Stiftung soll Leben und Werk des großen Meisters Hermann Hesse mit moderner Musik verbinden und so mit noch mehr Kraft in alle Zukunft tragen - und Brücken bauen zur lindianischen Panik-Lyrik und weiter zu den Texten der Steppenwölflinge von jetzt."
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