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UDO. Die Ausstellung.
Am 20. Dezember eröffnet das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg eine Ausstellung über den Panikrocker Udo Lindenberg und gibt damit einen Einblick in ein Künstlerleben der deutschen Musikgeschichte.
Am 20. Dezember eröffnet das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg eine Ausstellung über den Panikrocker Udo Lindenberg und gibt damit einen Einblick in ein Künstlerleben der deutschen Musikgeschichte.
"Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug nach Pankow...?" - was war das noch mal? Der überragenden Ost-West-Klassiker der frühen 80er-Jahre der deutsch-deutschen Musikszene. Grenzüberschreitend, provokant, schillernd und humorvoll, genauso, wie sein Interpret: "Panikrocker" Udo Lindenberg.
Dieser Song, frei nach einem Lied der Swing-Legende Glen Miller, richtete sich 1983 direkt an den damaligen "Oberindianer" des SED-Regimes in Ostberlin, Erich Honecker.
Udo Lindenberg wollte damit auf seine ganz persönliche Art gegen das Konzertverbot von 1979 protestieren und sagen, dass er immer noch für die Leute im Osten, die auf der anderen Seite des Stacheldrahts stehen, spielen will. Der Song erreichte Kultstatus in der damaligen DDR und vermischte sich mit der Sehnsucht der Menschen dort nach Freiheit. Im Osten, wie auch im Westen wurde Udo Lindenberg durch sein Engagement für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit bald zum Sprachrohr einer ganzen Generation. Seine klaren, undiplomatisch ehrlichen Worte gegen Krieg, Rassismus, braunen und roten Terror spiegelten sich in Liedern wie "Wozu sind Kriege da" (1981), "Sie brauchen keinen Führer" oder "Russen" (1984) wider. Er ist aber auch ein Musiker der Menschen, spricht die einfachen Dinge des Lebens an, die Sorgen und Ängste.

- Udo L. auf dem Dach des Atlantic-Hotels
(Foto: Tine Acke)
Hamburg - Jahrzehnte später: Vom 21. Dezember 2011 bis zum 11. März 2012 würdigt das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg dem Leben und künstlerischen Schaffen des kantigen Wahlhamburger musikalischen Alltagsgeschichtenerzählers Udo Lindenberg eine Ausstellung der besonderen Art. Damit wird der Schleier des deutsch-deutschen Vergessens wieder ein wenig gelüftet. Hierbei werden überraschende Einblicke in ein Künstlerleben gezeigt, das die deutsche Musikgeschichte vom reinen Schlagerdasein etwas befreite. Der Texter, Komponist, Maler und menschgebliebene Musiker Udo Lindenberg wird mit über 400 Exponaten, Gemälden, Fotografien, Texten, Songs und Interviews in seiner 40-jährigen Schaffensperiode beleuchtet.
Die Ausstellung gliedert sich in 14 Themenbereiche. Durch den Einsatz typischer Elemente, wie sie auf großen Rockkonzerten verwendet werden, schafft die Ausstellung eine überzeugende Konzertatmosphäre. Die Exponate, Audiostationen und Monitore werden in Vitrinen präsentiert, die jenen Transportkisten nachempfunden sind, in denen Instrumente und Technik für Konzerte verpackt werden. Beleuchtet von zahlreichen Bühnenstrahlern können die Besucher somit stilecht in die Welt Udo Lindenbergs eintauchen.
Im Rundgang durch die Ausstellung entsteht ein Panorama, das die vielen Facetten des Werkes von Udo Lindenberg beleuchtet und mit seiner Lebensgeschichte verknüpft. Die Ausstellung gliedert sich in 14 Kapitel, die jeweils den Titel eines Udo-Songs tragen. Ihnen werden Exponate zugeteilt, bei denen es sich um bedeutende und vielschichtige Stücke handelt, die im Bezug zum Wirken und Leben des Künstlers stehen und gleichzeitig ein Stück deutsche Nachkriegsgeschichte dokumentieren. Der Rundgang wird mit Videoausschnitten des eigens für die Ausstellung geführten Interviews von Bernd Kauffmann und Manfred Besser mit Udo Lindenberg ergänzt. (red)
UDO. Die Ausstellung
21. Dezember 2011 - 11. März 2012
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz
20099 Hamburg
Eröffnung: 20. Dezember 2011, 19 Uhr
An-Stifter und Inspirator
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"Hermann Hesse war mit seiner Literatur des Eigensinns schon immer ein starker Inspirator und Impulsgeber für mich, für meine Texte und meine Musik. Bei meinem ersten Besuch in seiner Geburtsstadt Calw lag Magie in der Luft – und der geistige Grundstein für die Udo-Lindenberg-Stiftung wurde gelegt. Die Stiftung soll Leben und Werk des großen Meisters Hermann Hesse mit moderner Musik verbinden und so mit noch mehr Kraft in alle Zukunft tragen - und Brücken bauen zur lindianischen Panik-Lyrik und weiter zu den Texten der Steppenwölflinge von jetzt."
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