Café 612

Musik

 
Wettbewerbstitel #1

Komme wieder

Komme wieder, bevor hier noch was einstürzt.
Ich sitze hier und wart‘ so lang auf dich.
Hab keine Angst, dass mein Glaube an uns einbricht.
Nur komm‘ bitte schnell zu mir zurück.

Und vergiss nicht, die Stunden zu zählen,
Die uns bleiben, bis du wieder bei mir bist,
Und die Gedanken mit viel Bedacht zu wählen,
Wenn es Zeit zum Schlafen gehen ist.

Sei stets achtsam auf deiner Reise,
Und komme wieder vor der nächsten Flut.
Und wenn du bei Zeiten deine Segel setzt und aufbrichst,
Verspreche ich, wird alles wieder gut.

Und vergiss nicht, ein Licht anzuzünden,
Und zu glauben, dass die Welt sich weiter dreht.
Und ein Glas auf die Zukunft zu trinken,
Wenn ein neuer Tag zur Neige geht.

Komme wieder, bevor hier noch was einstürzt,
Denn alles ist so trostlos ohne dich.
Vielleicht klingt es blöd, aber doch sollst du es wissen,
Du machst mich glücklich und ich liebe dich.

 
Wettbewerbstitel #2

Von Katzen und Mäusen

Ich weiß, dass die Katze am Ende immer die Maus frisst.
Ich weiß auch, dass jemand, der stark ist, meistens gewinnt.
Ich vermute, dass jemand, der stark ist, mit anderem Maß misst.
Und wahrscheinlich keine Lieder über Katzen und Mäuse singt.

Ich bin alt genug, um zu wissen, dass die Welt schlecht ist.
Aber ich bin noch viel zu jung, um damit umzugehen.

Ich bin alt genug, um zu wissen, dass die Welt schlecht ist.
Aber ich bin noch viel zu jung, um damit umzugehen.


Wenn ich mal trinke, dann tu‘ ich das meistens auch richtig.
Denn ich mag keine halben Gedanken, dann doch besser keinen.
Und man sagt ja, dass am Ende des Tunnels auch meistens ein Licht ist.
Ach komm‘ schon, mein Freund, wir schenken uns nochmal ein.

Und dann singen wir Lieder von Katzen und Mäusen,
Und lachen und malen, wieder und wieder,
Bilder von Säufern und Bilder von uns. Bilder vom Ende der Welt.

Und dann singen wir Lieder von Katzen und Mäusen,
Und lachen und malen, wieder und wieder,
Bilder von Säufern und Bilder von uns. Bilder vom Ende der Welt.

Wir sind alt genug, um zu wissen, dass die Welt schlecht ist.
Aber wir sind noch viel zu jung, um damit umzugehen.

Wir sind alt genug, um zu wissen, dass die Welt schlecht ist.
Aber wir sind noch viel zu jung, um damit umzugehen.

 
Wettbewerbstitel #3

Seit Stunden

Wir sitzen seit Stunden an diesem Ort.
Der Wind schleicht sich an, wühlt die Herbstblätter auf.
Es wird ein bisschen kälter, das nehmen wir in Kauf.
Ich möchte dir sagen, dass ich dich mag,
Dass es schön ist mit dir und dass ich jetzt glücklich bin.
Doch bin ich viel zu feige und bleibe lieber still.

Ich schau auf den Boden, die Füße im Laub – ein Blatt in der Hand.
Du sagst du schaust dir gern Filme von Vinterberg an.
Und dann stehen wir auf.

Wir laufen seit Stunden durch diese Stadt.
Du sagst, es sah früher mal anders hier aus.
Hältst an Schaufenstern an, das nehme ich in Kauf.
Ich würd dir gern sagen, wie sehr ich dich mag,
dass ich eigentlich immer hier bleiben will.
Doch bin ich viel zu feige und bleibe lieber still.

Wir stehen seit Stunden und schauen uns an.
Mir fehlen die Worte, und dir gehen sie aus.
Es wird ein bisschen dunkler, die Kneipen machen auf.
Und dann bringst du mich nach Haus‘.
Und dann bringst du mich nach Haus‘.

Worte

Café 612 aus Ludwigsburg fangen mit ihren deutschen Chansons die kleinen und großen Gefühle des Lebens ein. Die Band verarbeitet das, wofür es oft schwer erscheint, die passenden Worte zu finden – für das Suchen und manchmal auch das Finden, für die Angst vor dem, was kommt, und das Hoffen auf das, was vielleicht kommen wird.
Die Hamburger Band Tocotronic hat einmal behauptet: “Über Sehnsucht kann man nur schlechte Lieder schreiben, man neigt doch sehr dazu zu übertreiben“. Aber man neigt dazu, an dieser Aussage zu zweifeln, wenn man die Lieder von Café 612 hört. Das hier ist ehrlich, dass es weh tut.

Die Lieder sind Momentaufnahmen von gescheiterten Beziehungen und durchzechten Nächten, von haltlosen Träumereien und dem Kater am nächsten Tag. Dabei begehen die Kompositionen stilsicher den schmalen Grat zwischen Kitsch und Schönheit. Sie berühren, sie sind poetisch und sind dennoch schlicht.
Keine Angst vor großen Worten, keine Scheu vor der eigenen Zerbrechlichkeit. Vier Männer und eine Frau am Cello machen leidenschaftliche, leise Musik für Menschen, die das große Gefühl nicht scheuen.

Café 612 geht auf das deutschsprachige Songwriter-Duo "Alcoholic Sunrise" zurück, welches 2003 von Matthias Rother und Timo Schaffert zu Beginn ihrer Studentenzeit gegründet wurde. Die beiden Musiker spielten in den Folgejahren Konzerte quer durch Deutschland, u.a. auch als Support für Götz Widmann.
Nach der Umbenennung in Café 612 (612 war die Nummer des Wohnheimzimmers, in dem die ersten gemeinsamen Songs entstanden), erfolgte 2011 die Erweiterung zur Band mit Bass und reduziertem Besenschlagzeug. Seit einiger Zeit begleitet eine Cellistin die Band bei Konzerten.

Alternativmusik.de:
“Café 612 beglücken den Hörer mit wunderschöner, gitarrengeprägter, intelligenter (Folk-)Musik. Kann man sich mehr wünschen? Wohl kaum.”

Ein Achtel Lorbeerblatt:
“Man kann OMAHA nur mal wieder bewundernd die Hand schütteln, da es dem Label ein weiteres Mal gelungen ist, eine besondere Band aus dem überfüllten Teich der Singer/Songwriter/Liedermacher zu angeln.”

Fotos

Video

Gästebuch

Es sind noch keine Einträge vorhanden. Sei der Erste!

Neuen Eintrag verfassen