Georg Grieg

Musik

 
Wettbewerbstitel #1

Den Blick zum Himmel
blau und rauschbereit,
reiß die Flügel auseinander,
eingebettet in die Ewigkeit

Gesänge die für kein Ohr gemacht
wo Süße und Schwere sich küssen-
die Luft ist dein Kissen

Paradiesvogel
dich fängt man nicht ein.
Paradiesvogel
du brauchst den Himmel ganz
ein Stück ist zu klein.

Wenn ich nachts nicht schlafen kann
weil ein Schatten sich einnisten will,
eingebettet in Enge und Zwang,
das Leben ein fremdes Gefühl-

da hoff ich das eine Feder von dir
morgens auf meinem Fenstersims liegt,
die mich daran erinnert
wie leicht du dort oben fliegst-

 
Wettbewerbstitel #2

Wir sitzen am Lagerfeuer,
die Nacht hat ihren Glitzerfummel an-
meine Dämonen und ich
aufgelöst im weichen Wahn.
Wir prosten uns zu,
meine Schattenzwerge
lassen mir sonst keine Ruh'
heute saufen und lachen wir wie nie
und lachen laut dazu.

Wir tauschen uns aus,
rege Gespräche über Schein und Sein.
Das Leben wird zum Freudenhaus
läd man gern seine Dämonen ein.
Sie kleben sonst wie Kaugummi
hinter jeder meiner Taten-
heute saufen und lachen wir wie nie,
laßt uns ein Tänzchen wagen.

Denn im Haus des Glücks
ist der Warteraum
wohl das größte Zimmer.
Heute heißt es mit der Tür ins Haus,
warten können wir noch immer.

Mancher spuckt ins Feuer,
möchte die Flammen tanzen sehen,
einem ist das nicht geheuer,
möchte sich mit den Winden drehen.
in andere Sphären, Musenkuss,
doch schon bei dem Gedanken
ist der Unweisheit nicht letzter Schluß,
es beginnt ein Zanken.

Herr Trieb und Frau Vernunft
geben dem Streiet statt.
Gewinnen kann nur der
die am meisten zu verlieren hat.
König Konjunktiv
und Kaiser Kann-ich-nicht
lachen Schwester Schicksal ins Gesicht.
Die spielt mit Genossin Glück
um den Augenblick.

 
Wettbewerbstitel #3

Sie nimmt seine Hand-
Schweigen blüht aus der Haut-
der Sinn ein Sichelland-
die Sinne ausgefranzt
schweigen zu laut.

Seine Hand liegt so fahl-
zitternd zumal
auf ihrem Schoß
sie träumt wesenlos
in den Lichtern verhangen-

Wo ist der Mond?
Der helle Zeuge fehlt
nach dem Abendrot
brennt kein Sternenzelt
im Nachtgewand die Welt
er brennt dunkelloh
dunkelloh

Im Wendekreis des Wahns
wurde der Mond lichterlahm-
brach tiefes Gesetz
und stahl sich aus der Bahn.

Worte

Der Liedermacher aus Heidelberg steht für eine eigenständige Mischung aus Folk, Rock, Rhythm 'n Blues und Country in Verbindung mit eigensinnigen deutschen Texten. Mit ironisch-kritischer, nachdenklicher Tiefe singt er über das Leben, die Liebe und die Lasterhaftigkeit. Mit seiner Band und solo hat er schon diverse Konzerte im Rhein-Neckar-Delta und weit darüber hinaus gegeben.

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