Gregor Bewernick

Musik

 
Wettbewerbstitel #1

Der Seemann - Gregor Bewernick

- ein Lied, dass ich nach einer schweren Krise geschrieben habe -

Lang schon fah'r ich auf den Meeren fort,
schon so lang und schon so weit,
Eis und Feuer zu durchqueren dort,
hinterm Rand der Ewigkeit.
Fern von jedem sich’ren Hafen,
ohne Ankerplatz zum Schlafen,
Freiheit hat als Preis Verwundbarkeit.

Und bis der Mast im Sturm der Wellen bricht,
und bis wir alle untergeh’n
und eingebettet sind im hellen Licht,
kann man uns die Segel setzen seh’n.

Ich sah, wie die, die ewig schienen starben
Und mancher große Schatz ging über Bord
Und heut sind meine Lebenslinien Narben,
sie erzähl’n mit sicht- und unsichtbarem Wort.
Sterne wurden mir zu Führern,
Wellen wurden mir zu Brüdern,
an manch dunk’lem unbekanntem Ort.

Und bis der Mast im Sturm der Wellen bricht,
und bis wir alle untergeh’n
und eingebettet sind im hellen Licht,
kann man uns die Segel setzen seh’n.

 
Wettbewerbstitel #2

Jetzt oder Nie - Gregor Bewernick

- ein politisches Lied, dessen Text für sich selbst spricht -

In den Straßen meiner Heimat liegt schon wieder brauner Dreck
Und so sehr man ihn beobachtet, er geht davon nicht weg,
er ist der Giftmüll der Ggeschichte, klebt an Männern und an Frau’n
schleicht sich ein, vergiftet heimlich, taucht die bunte Welt in Braun.
Er heftet sich ans Blatt des Baumes, der ihn nährt, bis er vergeht
Und anstelle reifer Früchte nur noch brauner Matsch entsteht.

Aber noch ist nichts verloren und das wird auch nie geschehen,
wenn wir endlich handeln anstatt zuzusehen.
Aber noch ist nichts verloren und das wird auch nie geschehen,
wenn wir endlich anfangen zu handeln anstatt zuzusehen.

Es gibt Idioten, die laut applaudieren, wenn ein Boot im Meer versinkt
Und ein Arschloch, das Propaganda macht, wenn ein Kind im Meer ertrinkt.
Mancher hat nichts zu verschenken, selbst im Geiste ist er arm.
Mancher hebt drohend den Zeigefinger
Und mancher gleich den ganzen Arm.
Ich war schon häufig ziemlich dumm und muss mich jetzt auch dafür schämen,
doch welchen Schaden muss man haben, um die Toten zu verhöhnen?

Aber noch ist nichts verloren und das wird auch nie geschehen,
wenn wir endlich handeln anstatt zuzusehen.
Aber noch ist nichts verloren und das wird auch nie geschehen,
wenn wir endlich anfangen zu handeln anstatt zuzusehen.

Hat es euch nie interessiert,
welches Unglück bereits auf der Welt besteht?
Habt ihr indirekt davon profitiert
und gehofft, dass das ewig so weitergeht?
Dann seid gefälligst nicht so schockiert,
wenn das Elend plötzlich vor der Haustür steht.

Die Konsequenz, die wir bisher nie aus der Geschichte lernten:
Wer Gewehre sät und mit Panzern pflügt,
wird Flüchtlingsarmeen ernten.

Aber noch ist nichts verloren und das wird auch nie geschehen,
wenn wir endlich handeln anstatt zuzusehen.
Aber noch ist nichts verloren und das wird auch nie geschehen,
wenn wir endlich anfangen zu handeln anstatt zuzusehen.

 
Wettbewerbstitel #3

Leuchtfeuer - Gregor Bewernick

- eine Individualismushymne par excellence und ein Pladoyer für den Eigensinn -

Im Bauch Deiner Mutter,
begann es für Dich schon:
der Eisprung ins Finale ohne
Recall-Option.
Und auch wenn Du bei jedem Casting
sofort rausgeflogen bist,
und aus keiner der Bewerbungen ein
Job geworden ist,
als es damals mal drauf ankam, warst du
die beste Wahl,
und wenn man es bedenkt, ist alles
andere egal.
Reibe Dir nur die Gedanken
nicht mit Quacksalbe ein,
und wenn Du schon auf den Mund fallen
musst,
dann bitte nicht auf Deinen.
Sprich durch den heißen Brei hindurch,
auch wenn die Zunge brennt
denn Fuß zu fassen lohnt sich nur,
für den, der damit rennt!
Mach langweilige, doofe Sachen,
weil sich das sonst keiner traut
finde deine eigne Wahrheit
und dann sag sie laut!

Versuch Dir selbst ein
Leuchtsignal zu sein
damit Du Dich wiederfindest,
wenn Dich Dein Verstand verliert,
Mal Dich selbst, mit eignen Farben
und zeige Dich der
Welt nicht nur zensiert.

Es liegt so viel intelektueller
Ballast auf der Straße,
dass Du Dir vorstellst,
dass Du drüber schwebst.
Ist dieses Großstadtleben,voller
Großstadtgase
noch für irgend etwas anderes
erregend, als Krebs?
Lass uns nicht in einer Deponie für
Phrasenmüll versinken
und im Inhalt intelektueller Sprechblasen
ertrinken
Lass uns lieber der Betonwüste den
Rücken zu wenden,
damit Regenbögen nicht länger im
Schilderwald verenden.
Lass uns bis ans Ende der
Abwege gehen,
und über den Rand einer Rosa Brille sehen!

Versuch Dir selbst ein
Leuchtsignal zu sein
damit Du Dich wiederfindest,
wenn Dich Dein Verstand verliert,
Mal Dich selbst, mit eignen Farben
und zeige Dich der
Welt nicht nur zensiert.

Brechen wir die Regeln, die das Hirn
gefangen nahmen,
denn wirklich gute Regeln sind nicht
Fesseln, sondern Rahmen
und die Füllen wir mit Bildern,
jeden Tag mit einem neuen,
und am Ende ham' wir bunte Wände
und nichts zu bereuen!

Lass uns die Menschen werden, die wir
selber gerne treffen,
um nicht voller Verbitterung das
Arschloch nachzuäffen,
der an jeden Ort, in jede
Wohnung, jede Stätte,
wie der Prophet zum Berge kommt,
nur leider nicht zu Pötte...
Wenn er sich wie ein Messias fühlt, darf
er gern in Ställen leben,
und sich mit Schafen, Ochsen
und ner Eselin umgeben,
doch in so einer Gesellschaft,
da geraten wir aus dem Takt
fühlen uns wie neugeboren,
nämlich: weinend und nackt.
Lass Dich nicht hängen, das tun andere und
stütz' Dich auf das Wichtige:
die Welt kann mehr sein als
Entzugsklinik für Lebenssüchtige!

Versuch Dir selbst ein
Leuchtsignal zu sein
damit Du Dich wiederfindest,
wenn Dich Dein Verstand verliert,
Mal Dich selbst, mit eignen Farben
und zeige Dich der
Welt nicht nur zensiert.

Worte

Ich bin ein formvollendet imperfekter Vergewohltätiger.

Seit irgendwie schon immer bis irgendwann einmal.

Meine EP "Leuchtfeuer" wurde kürzlich digital und als CD veröffentlicht.

Episches Meisterwerk.

Eigenlob stimmt.

Fotos

Video

Gästebuch

Es sind noch keine Einträge vorhanden. Sei der Erste!

Neuen Eintrag verfassen