Jule Werner

Musik

 
Wettbewerbstitel #1

DENK MAL

ich fahr vorbei an alten plätzen
die ändern sich ich erkenn sie kaum
in der erinnrung vollgestopft mit schätzen
aus der kindheit mir kommts vor wien traum

hier stand der lenin davor der führer
und noch früher wars der kaiser wohl
so erzählte mir mein opa war es früher
und morgen steht wahrscheinlich dort der kohl

ich denk mir denk mal eh
wie schnell die spurn verwehn
wen wir schon in stein gehauen
um ihn anzuschauenn
und wieder abzubauen

ich denk mir denk mal eh
die götter kommen und gehen
die wir gestern noch verehrten
liegen heut als schutt in scherben

es ist kaum etwas geblieben
von den helden der vergangenheit
wir dürfen sie auch nicht mehr lieben
wie morgen nicht die helden unsrer zeit

man könnte sie auch stehen lassen
als zeugen unsrer eignen idiotie
denkmäler ragten dann aus allen strassen
doch besser wärs man baute sie erst nie

ich denk mir denk mal eh
wie schnell die spurn verwehn
wen wir schon in stein gehauen
um ihn anzuschauenn
und wieder abzubauen

ich denk mir denk mal eh
die götter kommen und gehen
die wir gestern noch verehrten
liegen heut als schutt in scherben

© andreas hähle

 
Wettbewerbstitel #2

In der Liebe

wo der letzte mensch schon frei ist
im gedankenkleid der empathie
wo die zukunft stets dabei ist
werd ich einmal zu dir fliehn

wenn die letzten stürme wehen
aus keinem munde kommt mehr blei
um meine meinung umzudrehen
sind wir dabei und wir sind frei

verschenk der nacht nicht deine hoffnung
wenn traum für traum nur alptraum ist
wenn ferner schrei wie leeres schweigen
sich in unsre liebe frißt

dort wo die meere sich ergießen
reicht mir ein flüstern schon von dir
meine hand in deinen haaren
nur so wird leben so werden wir

wir können keine seele retten
wenn wir nicht selbst gerettet sind
von all dem was wir gerne hätten
was wir nie wurden macht uns blind

in deinen augen meine ängste
auf meiner haut dein augensee
wenn wir uns fraglos in uns finden
tut sich die welt nicht mehr so weh

kein gott und kein schicksal
kein geld und kein held
werden das für uns leisten
es ist nur liebe die zählt

es ist nur herz es ist tauchen
in die seelen hinein
es ist nur die liebe
nur sie wird uns befrein

© andreas hähle

 
Wettbewerbstitel #3

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.

Voll von Freuden war mir die Welt,
Als noch mein Leben Licht war,
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkle kennt,
Das unentrinnbar und leise.
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsam sein.
Kein Mensch kennt den anderen,
Jeder ist allein

Hermann Hesse

Worte

Leichtsinn. Leben. Leidenschaft.

Müsste man Jule Werner in drei Worten beschreiben, bringen es genau diese auf den Punkt. Dabei gibt es noch so viel mehr – zu sagen. Jule zieht es seit ihrer ersten Begegnung mit einer Bühne vor, ihre Story, ihr Leben und ihre Leidenschaft durch das Mikro unverblümt und gnadenlos ehrlich in die Herzen ihrer Zuhörer zu senden. Musik ist pure, gelebte Magie. In ihrer Stimme schweben Gedanken und Gefühle vergessener Zeiten.

Nicht zuletzt Jules Kindheit als typisches Wendekind charakterisiert ihr Leben mit Musik. Künstler, wie Tamara Danz, Janis Joplin und Jim Morrison, hatten eine faszinierende und fesselnde Wirkung, die bis zum heutigen Tag anhält. Es folgten Jahre, in denen Jule durch verschiedene Bands tingelte, ohne sich jemals so richtig Zuhause zu fühlen. Es fehlte das musikalische Puzzleteil, um endlich glücklich zu sein.

Der Tag, an dem Jule ihrem geregelten Job als Lehrerin den Rücken kehrte, kam einer Wiedergeburt, ja einer Neugeburt ihres Daseins als Musikerin gleich. Denn ihr war es endlich gelungen, Musiker zu finden, die ihrem Empfinden für jeden einzelnen Vers die nötige Präsenz verleihen. Gemeinsam mit ihrem Gitarristen schrieb Jule einen Song auf der Couch bei einem Glas Wein. Was dann folgte, sollte der gesamten Band eine deutliche Wendung geben.

Der November 2013 setzte einen wichtigen Meilenstein in Jules musikalischem Schaffen. Sie entschied aus über 800 Einsendungen den 31. Deutschen Rock & Pop Preis in Ludwigshafen in drei Kategorien für sich:

1. Preis „Deutscher Funk & Soul Preis“
1. Preis „Beste Soul Sängerin“
1. Preis „Beste neue Nachwuchskünstler Rock & Pop“

Darüber hinaus war Jule Werner Finalistin des GBOB Deutschland 2015 (THE GLOBAL BATTLE OF THE BANDS) und gehört somit zu den 10 „Besten Newcomerbands Deutschlands“.

Im Finale des „Deutschmusik Song Contest 2015“ schaffte es Ihr Song „DEINE MAGIE“ auf Platz 4.

Ein weiterer Song - „Egal wo du bist“ - hielt sich im März 2015 vier Wochen in den Hörercharts auf RBB – radioBerlin 88.8 bei „HEY MUSIC“

Im März 2015 erschien ihre erste deutschsprachige EP: gnadenlos authentisch, betont rockig und charmant weiblich.

»Ich habe mein „altes, sicheres und geregeltes“ Leben eingetauscht - gegen die Straße, gegen kleine Bühnen in Berlin, überfüllte Pubs auf der Reeperbahn und schlussendlich gegen das unbeschreibliche Gefühl, meinem bittersüßen Universum über kantig deutsche Texte ein echtes Gesicht zu verleihen.«

An Ihrer Seite nun der Autor und Songtexter Andreas Hähle (TRANSIT, ZÖLLNER, FÄHRMANN), der den Gefühlen der Sängerin die passenden Worte verleiht, sowie der Produzent Jürgen Ehle (PANKOW). Die Kompositionen stammen aus eigener Feder gemeinsam mit ihrem Gitarristen Wolfgang Maiwald und Bassisten Kevin Rödiger.

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