marrón

Musik

 
Wettbewerbstitel #1

Laberlall und Dummgeschwätz

Mann, war das wieder ein Tag, ich kann das nicht beschreiben.
Wollt' die ganze Zeit schon gehen, doch du musstest ja bleiben.
Laberlall und Dummgeschwätz, ich hab’ ja nichts dagegen.
Der Inhalt, der macht die Musik und die war schräg daneben.

Was heißt, ich hätte dich blamiert, ich würde nichts beitragen.
Dass ich so stumm war, lag daran, ich wollt’ dazu nichts sagen.
Reden ist Silber, Schweigen Gold, daran werde ich mich halten.
Manchmal ist es besser, einen Gang zurückzuschalten.

Salz gehört in’s Nudelwasser und nicht auf die Strasse.
Nelken sind im Glühwein fein, doch nicht in der Vase.
Katze ohne Kopf und Schwanz ist lange noch kein Hase.
Und Koks gehört in’ Bollerofen und nicht in die Nase.

Jedes Töpfchen hat sein Deckelchen, hört man den Volksmund sagen.
Doch mancher ist ein Blumentopf, möcht' keinen Deckel tragen.
Rosen, Veilchen und Kakteen, sie wachsen nicht im Dunkeln.
Würmer könnten existieren, der Wurm ist eh schon drin.

Salz gehört in’s Nudelwasser und nicht auf die Strasse.
Nelken sind im Glühwein fein, doch nicht in der Vase.
Katze ohne Kopf und Schwanz ist lange noch kein Hase.
Und Koks gehört in’ Bollerofen und nicht in die Nase.

 
Wettbewerbstitel #2

Die letzte Tram nach St. Kilda

Hier hat’s mich jetzt angespült, hier ging ich an Land.
Hier ist jetzt Zuhause, zu Haus' ist weit entfernt.
Weit, weit weg von hier wollt’ ich sein,
weit, weit weg von dir, von daheim.
Hier kann meine Sonne scheinen.
Behalt' dein’ Regen. Ich will meinen
Rest des Lebens nicht mehr mit dir teilen.

Die Taxis, sie sind gelb hier und werden Cabs genannt.
Mein Fahrer, der trägt Turban. Auch er ging hier an Land,
so hat er mir erzählt - ich hätt’s auch so bemerkt.
Auch er ist fremd hier, kennt sich hier nicht aus.
Doch ich bin froh, dass er mich fährt -
um diese Uhrzeit! Sehr viel wert!
wenn ein Taxi hält und dich mitnimmt.

Denn die letzte Tram nach St. Kilda geht um eins.

Hier steht alles Kopf und mir steigt es in den Selben.
Ich frag’ mich, was das ist? Vielleicht liegt’s ja an dem gelben
Zeug, das ich hier trink. Ein Bier habe ich bestellt.
Bei Bier, da kennt der Deutsche keinen Spaß!
Und wenn schon gelb, dann nur ein Taxi.
Doch heut' hält keins und deshalb hat sie
mich heut' Nacht zu sich nach Haus genommen.

Denn die letzte Tram nach St. Kilda geht um eins.

 
Wettbewerbstitel #3

Landstreicherherberge

Wie fremd und wunderlich das ist,
Daß immerfort in jeder Nacht
Der leise Brunnen weiterfließt,
Vorn Ahornschatten kühl bewacht.

Und immer wieder wie ein Duft
Der Mondschein auf den Giebeln liegt
Und durch die kühle, dunkle Luft
Die leichte Schar der Wolken fliegt!

Das alles steht und hat Bestand,
Wir aber ruhen eine Nacht
Und gehen weiter über Land,
Wird uns von niemand nachgedacht.

Und dann, vielleicht nach manchem Jahr,
Fälllt uns im Traum der Brunnen ein
Und Tor und Giebel, wie es war
Und jetzt noch und noch lang wird sein.

Wie Heimatahnung glänzt es her
Und war doch nur zu kurzer Rast
Ein fremdes Dach dem fremden Gast,
Er weiß nicht Stadt nicht Namen mehr.

Wie fremd und wunderlich das ist,
Daß immerfort in jeder Nacht
Der leise Brunnen weiterfließt,
Vom Ahornschatten kühl bewacht!

Worte: Hermann Hesse
Musik: marrón

Worte

Akkordeon, Trompete, Kontrabass – was auf den ersten Blick gediegen und volkstümlich erscheint wird spätestens beim ersten Ton anders. Richtig anders.

Chansonblueswalzerpolkarock nennen marrón aus Süddeutschland ihre Musik, die mal schräg, mal böse und manchmal ein bisschen melancholisch daherkommt, sie ist dabei außerordentlich livetauglich und tanzbar.

Eingebettet in diese Stimmungen singt Markus Braun von eigentlich unspektakulären Ereignissen, die durch die deutschen Texte mit Authentizität und Wortwitz eine eigene, mitreißende Faszination entwickeln.

Unterstützt wird er von Hagen Klee und Steffen Glauner an den Gitarren, Hannes Neuweiler am Bass, Jörg Schneider am Akkordeon, Sascha Eisenhut an der Trompete und Gunnar Stäblein am Schlagzeug.

Den Rock'n Roll im Herzen, Walzer und Polka im Visier, den Schalk im Nacken und immer ein bisschen Punk im Schilde – die sieben Musiker von marrón versprechen ein großartiges Liveerlebnis.

Fotos

Video

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