VIERTELPOET

Musik

 
Wettbewerbstitel #1

Kein Leben
Die Augen ausgestochen
Die Häute verbrannt
Die Glieder gebrochen
Das Geschlechtsteil abgetrennt
Du wolltest nur frei sein
Du wolltest es spürn
Du konntest nur verliern
Wo nahmst du nur diesen Mut her
Das hat man dir getan, mein Bruder!
Das ist kein Leben auf diesem Erdenrund
Das ist kein Leben, unsere Seele wird niemals gesund
Das ist kein Leben, das ist der Sündenfall
Das ist kein Leben, die Menschheit wütet überall
Sein stinkender Atem
Sein irrer Blick
Das Gewehr eines Andern
Im Genick
Dann kamen noch sieben
Die taten es ihm gleich
Du warst nur noch geschundenes Fleisch
Fühlst dich mit jedem Tag verletzter
Das hat man dir getan, meine Schwester!
Den Gürtel umgebunden
Die Zündschnur in der Hand
So sprengst du dich
Ins Schokoladenland
Die Uzi entsichert
Mit lächelndem Mund
Stirbst du ohne Grund
Euer Tod, er ist so sinnleer
Das hat man euch getan, meine Kinder!
Das ist kein Leben auf diesem Erdenrund
Das ist kein Leben, unsere Seele wird niemals gesund
Das ist kein Leben, das ist der Sündenfall
Das ist kein Leben, die Menschheit wütet überall

 
Wettbewerbstitel #2

Leben im Herbst
Vogelbeeren haben sich in dein Gemüt gesenkt
Von allen Gaben fühlst du dich so sehr beschenkt
Kalkulierte Lebenswege war´ n dein Ziel
Von alldem hältst du heute nicht mehr viel
Lange Augenblicke, wohlbedachtes Wort
Irgendwann war einfach dieses Streben fort
Gefühle wie aus einem andern Sehnsuchtstal
Die Erde ist nur der eine Wasserfall
Refr.:
Das ist das Leben im Herbst, bevor du stirbst
So viel Zeit zum Bleiben nur um auszuruhn
Geduldiges Verweilen ohne Hast und Tun
Milde Blicke wie von einer langen Hand
Dein Geist schwebt über Dasein und Verstand
Bridge:
Du lebst doch weiter, du kommst nach Haus
Und nur in diesem Leben gehen alle Lichter aus
Refr.:
Das ist das Leben im Herbst, bevor du stirbst

 
Wettbewerbstitel #3

Es wird Zeit
Gewinnspielzeit am Morgen, die Republik im Bann
Jeder kann hier raffen, schalt das Radio an
Jingle, jangle, Werbeblock, die Kohle rollt und rollt
Du hast Ihnen dein Großhirn längst verzollt
Majorlabelchartgedöns hat dir dein Ohr versaut
Du weißt nicht mehr, was dir gefällt, Hauptsache es ist laut
Die zarten Töne sind perdu, Gefühle nur geborgt
Der Radiomann am Mikro hats dir ordentlich besorgt
Prechorus:
Hörst du noch das Radio, das dich bedröhnt
Hörst du noch das Radio, das dich verhöhnt
Hörst du noch das Drama der Geschmacklosigkeit
Stehn wir dagegen auf- es wird Zeit!
Chorus:
Steh auf, schalt ab und lebe los
Die sind klein und du bist groß
Steh auf, schalt ab, du bist so frei
das Leben ist kein Einheitsbrei
Helene, die Sirene folgt dir bis in dein Bett
Am Abend noch, am Morgen schon grüßt sie dich adrett
Das Magazin im Fernsehn, die BILD, der MDR
Ohne all das wär das Leben so verteufelt schwer
Prechorus:
Siehst du noch das Fernsehen, das dich nicht meint
Liest du noch die Zeitung, die dich verneint
Hörst du noch das Radio, das dich bedröhnt
Wirst du noch von all denen verhöhnt
Chorus:
Steh auf, schalt ab und lebe los
Die sind klein und du bist groß
Steh auf, schalt ab, du bist so frei
das Leben ist kein Einheitsbrei

Worte

Es sind nicht nur die Momente des Glücks, die man teilen darf. Sehr oft geht man durch die Hölle, erträgt Leid und Elend, Tod und Schmerz. Davon zu singen hat uns bewegt, bewegt uns noch. Und dann findet man das, was uns zu Menschen macht. Was uns antreibt, was uns Kraft gibt. Die Liebe zwischen uns, das Größere, Einende, zu dem wir alle streben. Auch davon singen wir. Dafür musizieren wir. Das alles macht uns in seiner Größe manchmal „Seltsam sprachlos“.

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