Projekte

Unser Ruf an die Lebenden, an die Jungen vor allem, ist der Ruf um Hilfe und Mitkämpfer gegen die Not der Zeit...

Hermann Hesse schrieb diese Worte zwischen den Weltkriegen nieder, doch sind sie im 21. Jahrhundert immer noch hoch aktuell. Udo Lindenberg möchte mit seiner Stiftung genau den Menschen helfen, die unter der «Not der Zeit» am meisten zu leiden haben.

Wir unterstützen die kleineren Dinger, denn da kommt jede Spende hundertpro da an, wo sie hin soll. Und wenn viele kleine Menschen viele so kleine Sachen machen, dann ist das insgesamt gesehen doch eine sehr große Hilfe!

erklärte der Stiftungsgründer, der sich schon seit Jahrzehnten gegen die weltweite Armut engagiert.

Die Udo Lindenberg Stiftung unterstützt humanitäre und soziale Projekte. Mit dem Panikpreis fördert die Stiftung junge Musiker und Texter. Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Alle zwei Jahre wird neu darüber entschieden, welches Projekt in Afrika aus Stiftungsmitteln mitfinanziert wird. Zusätzlich werden beim Hermann-Hesse-Festival Gelder dafür gesammelt, und Filmbeiträge sowie die Projektleiter selbst informieren über geplante Aktionen. Seit der Stiftungsgründung 2006 wurden folgende Vereine und Organisationen unterstützt:

Aktuelles Projekt 2014-2016: New White House Academy, Kenia

New White House Academy - Schule und Waisenhaus für rund 250 Kinder in Voi, Kenia, am Rande des Tsavo Nationalparks.

New White House Academy ist ein Projekt der Schweizerin Annedore Biberstein. Sie lebt seit vielen Jahren in Kenia und hat in der Nähe der Stadt Voi eine Schule aufgebaut. Rund 150 km von Mombasa entfernt, liegt sie an der Hauptstraße nach Nairobi in einer historischen Gegend am Fuße der Sagala Hügel. Das Volk der Sagala hat sich hier schon vor langer Zeit niedergelassen. Die Hügel boten einen gewissen Schutz vor Angreifern, die schon von weitem her gesehen werden konnten. Deshalb gibt es bis heute viele kleine, weit verstreute Siedlungen und Ortschaften, in denen es keine Schulen gibt. Die wenigen öffentlichen Einrichtungen sind hoffnungslos überfüllt, Klassenverbände bestehen aus bis zu 200 Kindern, die oft von nur einem Lehrer unterrichtet werden. Viele Familien haben bis zu 10 Kinder und ein kleines, oder gar kein Einkommen. Deshalb können sie keinen Schulbesuch finanzieren.

New White House Academy gibt mittellosen Kindern und ihren Familien in dieser armen Region die Möglichkeit auf Schulbildung. Hier bekommen sie auch Frühstück, Mittag- und Abendessen, bestehend aus afrikanischem Porridge, Reis, Gemüse, Kartoffeln, Mais, Bohnen und manchmal auch Fleisch. Nach Schulschluss um 16:00 Uhr werden die Tagesschüler von ihren Eltern abgeholt, oder gehen alleine nach Hause. Die meisten bleiben jedoch über Nacht und leben dauerhaft hier. Mehrere Betreuerinnen und Betreuer kümmern sich um die Kinder.

Annedore Biberstein hat in den vergangenen Jahren eine entsprechende Struktur aufgebaut und will die Anlage jetzt erweitern. Dabei möchte die Udo Lindenberg Stiftung helfen.

 

Zusammen mit Watoto wa Kenya, sowie einer privaten Spende von Udo L., konnten wir bereits beim Ausbau der Schul- und Wohngebäude helfen. Mit den bis 2016 generierten Spendengeldern soll u.a. ein Sportplatz gebaut werden.

Bisherige Spenden von 6.500 Euro aus dem Erlös des Panikpreisfinales konnten bereits übergeben werden, die Unterstützung des Projekts läuft noch bis 2016. Weitere Gelder folgen.

Mehr dazu können Sie im Interview erfahren, sowie auf der Academy-Webseite und im Video!

Bisherige Projekte

2012-2014: Watoto Wa Kenya e.V.

Der Verein von Gaby Bentlage und Inge Lindenberg hilft Kindern in Kenia. Er unterstützt eine Schule und 25 Waisenkinder in den Slums von Mtwapa und Bombolulu, Mombasa. Zwei engagierte Frauen und ein vertrauenvolles Netzwerk vor Ort garantieren, dass jeder Cent auch da ankommt, wo er am nötigsten gebraucht wird.

Mit einem Spendenvolumen von insgesamt 25.000 Euro hat die Udo Lindenberg Stiftung ein Ernährungsprogramm für 60 AIDS-Waisen mitfinanziert, sowie beim Ausbau einer vom Verein aufgebauten und betriebenen Schule in Mtwapa geholfen: Pflasterung des Schulhofs mit Knochensteinen, Ausbau von Speisesaal und Personalbarracken, Überprüfung der Wasserversorgung. Darüberhinaus wurden Spendengelder (auch private Mittel von Udo L) zur Verwendung in weiteren Projekten des Vereins bereitgestellt.

 

 

2010-2012: Hope Capetown Foundation

Die Udo Lindenberg Stiftung unterstützt mit Hope Capetown ein wichtiges AIDS-Projekt in Südafrika - denn der afrikanische Kontinent verzeichnet nach wie vor Steigerungsraten bei den Infizierten.

Die Stiftung "Hope Capetown" organisiert und finanziert die Ausbildung von insgesamt vier GesundheitsarbeiterInnen in Kapstadt, Südafrika. Sie leben und arbeiten direkt in den Gemeinden, helfen mit Essenspaketen und machen Besuche in betroffenen Familien, leisten Aufklärungs- und Therapiearbeit im Bereich HIV/AIDS in den Townships. Ausgebildet werden sie unter dem Dach der Hope Foundation, die der in Südafrika lebende deutsche Pfarrer Stefan Hippler vor 16 Jahren gegründet hat, und für die sie anschließend auch tätig sind. Für rund 37.000 Euro Spendengelder der Udo Lindenberg Stiftung werden Ausbildung und Gehälter für ein weiteres Jahr sowie eine landesweite HIV-Aufklärungskampagne finanziert.

Zusätzlich erhält das Projekt "Bambino Academy" in Mombasa 5.000 Euro.

2011 bis 2013: Trinkwasser für Bombolulu

Bei diesem Wasserprojekt in Kooperation mit Water is Right Foundation an Ziwa la Ng' Ombe in Bombolulu wird eine eigens für die Bedürfnisse vor Ort entwickelte "Waterbox" bereitgestellt und installiert. Dadurch werden über 1500 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt.

Eine kleinere Anlage wird im Ausbildungszentrum St Joseph House of Hope vor den Toren Mombasas installiert und die autarke Versorgung von rund 200 Schülern und Lehrern sowie ca. 300 Dorfbewohnern ermöglicht.

Das Projektvolumen beträgt 55.000 Euro, davon werden 30.000 Euro von der Udo Lindenberg Stiftung zur Verfügung gestellt. Darüberhinaus werden die jährlichen Fixkosten von ca. 2.000 Euro pro Jahr in Zusammenarbeit mit "Water is Right" übernommen, wodurch die Finanzierung und Absicherung der Stationen sichergestellt wird.


2008-2010: Good Hope Centre e.V.

Der Förderverein Good Hope Centre e.V. baut ein Schul- und Ausbildungszentrum für rund 300 Waisen- und Straßenkinder in NG Ome, Tansania; im Wohnbereich der Kinder wird ein Gemeinschaftshaus errichtet und zwei Brunnen zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung gebohrt. Insgesamt konnten dafür rund 40.000 Euro an den Verein gespendet werden. Prominente Unterstützung erhält der Verein außer von Udo Lindenberg auch von Peter Maffay.